Vorschau 2019 / 2020

Vom Expressionismus bis in die Gegenwart

 

 

Das künstlerische Werk das Malerehepaares Fritz und Hermine Overbeck erfährt im Overbeck-Museum neue Impulse: Moderne Kunstwerke von heute, aber auch die Bilder der Zeitgenossen von Fritz und Hermine Overbeck eröffnen neue Perspektiven, wenn sie mit den Landschaftsdarstellungen aus der Zeit um 1900 in einen Zusammenhang gestellt werden. Wie geht Landschaftsmalerei heute? Wie malt man die zarten Luftgebilde der Wolken, und wie das undurchdringliche Dunkel der Nacht? Was unterscheidet den Maler Fritz Overbeck von seinen expressionistischen Zeitgenossen? Die Ausstellungen im Overbeck-Museum geben Antworten und schaffen Raum für neue Fragen.

 

17. November 2019 bis 19. Januar 2020
Fritz und Hermine Overbeck – Die Zeichnungen

Der Skizzenblock ist oft das wichtigste Werkzeug eines Künstlers. In schnellen Strichen mit Bleistift oder Kohle sammelt er Motive, entwirft Bildkompositionen und entwickelt dabei seine eigene künstlerische Handschrift. Auch Fritz und Hermine Overbeck haben viel gezeichnet und auf diese Weise das Fundament gelegt für ihr umfangreiches und vielfältiges malerisches Werk. Ursprünglich als reines Arbeitsmaterial gedacht, entfalten die spontanen Skizzen heute ihren ganz eigenen Reiz: Authentisch und unmittelbar halten sie einen lebendigen Seheindruck als Momentaufnahme fest und lassen den Betrachter so teilhaben am künstlerischen Arbeitsprozess des Malerehepaares.
 

9. Februar bis 19. April 2020
Nacht um Nacht – Silke Silkeborg

Silke Silkeborg ist Freilichtmalerin. Sie malt Landschaften, draußen, und zwar nachts. Ein technisch aufwendiges und physisch anstrengendes Unterfangen. Aber nur so kann sie sämtliche Nuancen von Dunkelheit authentisch auf die Leinwand bannen. Ihre Werke offenbaren eine intensive Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Nacht und ein mutiges Sich-Einlassen auf das allenfalls Erahnbare. Fernab der Städte, allein unter nächtlichem Himmel, aber auch auf Autobahn-Rastplätzen oder neben S-Bahn-Gleisen dokumentiert Silkeborg die Tiefe und Vielschichtigkeit der Nacht, ein facettenreiches Dunkel, das unseren vom Licht geblendeten Blicken gewöhnlich verborgen bleibt.


10. Mai bis 16. August 2020
Paul Kother – Melancholischer Expressionismus

Der Maler Paul Kother (1878-1963) zählt zur sogenannten „verschollenen Generation“: Nur wenige Jahre jünger als Fritz Overbeck, machte sich Kother zu Beginn des 20. Jahrhunderts als talentierter expressionistischer Künstler einen Namen. Seine Ölgemälde und Druckgrafiken wurden vielfach ausgestellt. Doch mit den Nationalsozialisten kam das Ausstellungsverbot, und nach 1945 gelang es ihm nicht, erneut in der Kunstwelt Fuß zu fassen. Sein beeindruckendes, facettenreiches Werk war lange unbekannt und wurde 2018 in Berlin erstmals umfassend ausgestellt. Nun kommt die Ausstellung nach Bremen und präsentiert in der Zusammenschau mit Gemälden von Fritz und Hermine Overbeck einen zu Unrecht vergessenen Maler, dessen Werk die frühe Avantgarde des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll repräsentiert.
 

6. September bis 8. November 2020
Wolkenschau – Benjamin Beßlich

Wolken beschäftigen die Maler seit Jahrhunderten. Ihre Flüchtigkeit, Transparenz und beständige Veränderung machen es zu einer ganz besonderen Herausforderung, sie in Gemälden festzuhalten. Benjamin Beßlich nähert sich dem Wolkenmotiv in zarten Zeichnungen. Aus gekonnt eingesetzten Linien, Schraffuren und Auslassungen entstehen plastische Wolkengebirge, die nicht nur präzise meteorologische Erscheinungsformen, sondern auch die je einzigartige Atmosphäre und Lichtstimmung erfassen. Aber auch in den Gemälden des Worpsweder Malerpaares Fritz und Hermine Overbeck spielen die Wolken am Himmel oftmals die Hauptrolle.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeichnung von Fritz Overbeck

 

 

 

 

 

 

 

 

Paul Kother: Bajazzo